Kasirga und Yildirim Raketen gegen PKK

Seit dem 16.Dezember 2007 fliegt die türkische Luftwaffe nun in regelmäßigen Abständen Angriffe gegen PKK-Stellungen im Nordirak. Nun wurde bekannt, dass die PKK-Camps nicht nur durch Luftangriffe, sondern auch durch gezielten Beschuss mit den neuen ballistischen Raketen Kasırga (deutsch: Hurrikan) und Yıldırım (deutsch: Blitz) beschossen wurden.

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Bild: Kasirga WS-1

Türkische Medien berichteten, dass die Angriffe zur vollen Zufriedenheit der türkischen Militärs ihre Ziele getroffen und zerstört hätten. Diese neuen Waffensysteme sollen zum ersten Mal gegen feindliche Ziele eingesetzt worden sein. Zuvor waren beide Systeme nur auf Testgeländen des türkischen Militärs getestet worden.

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Bild: Yildirim J-600T

Die Kasırga und Yıldırım sind in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Militär entwickelt worden. INS (Inertial Navigation System) sollen die Chinesen bei dieser Zusammenarbeit von der Türkei erhalten haben. Die Türkei bestätigte dies nicht, dementierte es aber auch nicht. INS reduziert den CEP (Circular Error Probable), also die Zielgenauigkeit der Raketen, um ein Erhebliches. In der Türkei werden diese durch GPS ergänzt.

Die Reichweite der Kasırga beläuft sich bei der WS-1 auf 100 Kilometer und bei der WS-1B auf 180 Kilometer. Der Launcher verschießt 4 Raketen mit 302mm.

Die Yıldırım hat eine Reichweite von zunächst 150 Kilometern, soll aber bis 300 Kilometer in den kommenden 3 Jahren erweitert werden. Laut türkischen Medienberichten gab es bereits erfolgreiche Tests bis zu 250 Kilometern. Der Gefechtskopf soll 480 Kilogramm tragen. Die Türkei unterschrieb 1997 das MTCR (Missile Technology Control Regime), wo sie sich selbst verpflichtete, keine Raketen mit mehr als 300 Kilometer Reichweite und mehr als 500 Kilogramm Nutzlast zu bauen.

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